Seit der Einrichtung dieser Seiten im März 2000 wurden sie
mal besucht.
Pinguinkolonie auf Zavodovski Island |
Nach langer Vorbereitung im Bergkurs in den Alpen, Umweltkurs und Einweisung in die Hardware konnte es am 4. Januar losgehen. Die GAP- Teilnehmer kamen aus allen möglichen Unis und Institutionen Deutschlands: AWI (s.u.), Universitäten aus Hannover, Braunschweig, Dresden, Karlsruhe und München. Ich habe als HiWi des Instituts für Erdmessung (IFE) der Uni Hannover an dieser Fahrt teilgenommen.
Logistisch wurde die Expedition vom Alfred- Wegener- Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI) geleitet. Da hier nun mal die Polarforschung zu Hause ist, wurden wir vom AWI auch in Bezug auf unsere Kleidung auf die Reise vorbereitet.
Ushuaia aus Richtung Beagle-Kanal gesehen |
Ein Wort zur GPS- Messung und dem, was dazu gehört. Entlang der Antarktischen Halbinsel, die einige Minuten südlich des 60. Breitengrades beginnt (ca. 1200 km südlich Kap Hoorn), sind fest vermarkte Punkte zur Beobachtung mit GPS angebracht. Bei einer relativ langen Beobachtungsdauer von einigen Tagen bis Wochen ist man bestrebt, keine unbetreuten Messungen durchzuführen: das Risiko eines Datenverlustes ist dann zu groß. Ausserdem gelangen heutige Empfänger mit der Speicherkapazität nach 10 bis 12 Tagen Dauermessung mit einer hohen Aufzeichnungsrate oft an ihre Grenze; es müssen die Daten also regelmässig gesichert werden.
Daher haben wir die GPS- Beobachter auf sogenannten Field- Partys oder bei Forschungsstationen "ausgesetzt". Eine Field- Party ist im Grunde nichts anderes als ein "Zeltlager": Die beiden Beobachter leben für eine gewisse Zeit (bei unserer Fahrt maximal vier Wochen) mit zwei Zelten, Gaskocher, genug Lebensmitteln und einem Stromaggregat neben dem wichtigen Festpunkt und betreuen dort die GPS- Messungen.
Die weitere Möglichkeit, die bei den meisten Punkten auch wahr genommen wurde, ist die Unterbringung eines Beobachters auf der Antarktisstation einer anderen Nation.
Mehr Informationen können mittels Anclicken der Stationen auf der Karte erhalten werden. Ausserdem gibt es einen Zeitplan.
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